Osternacht

Osternacht in der Lauentiuskirche

Osternacht in der Lauentiuskirche

Ganz früh am Ostermorgen, noch lange vor Sonnenaufgang, machen sich Menschen auf den Weg in die Laurentiuskirche.

Leise füllt sich die noch ganz dunkle Kirche mit Menschen, tastend bewegen sie sich durch die Kirchenbänke. Keine Glocken läuten, keine Kerze brennt.  
Mit der ersten Lesung wird die erste Kerze angezündet. Der erste Lichtschimmer bricht sich in der Dunkelheit der Kirche Bahn.
Lesungen von Gottes rettendem Handeln lässt die Dunkelheit weichen. Und wenn dann schließlich die Osterbotschaft erklingt, dann breitet sich das Licht aus, Kerzenlicht wird von Besucher zu Besucher weitergegeben, die Menschen singen Halleluja, und die Orgel erklingt, und draußen erhellt das allererste Tageslicht die Welt.

Aus der Kirche heraus mit der Kerze in der Hand ziehen wir im anbrechenden Morgen in einem langen Zug hinauf auf den Friedhof.
Der Musikverein empfängt uns mit Osterchorälen. Zwischen den Gräbern stehend,  verlesen wir zur aufgehenden Sonne die Namen der Verstorbenen und betten sie ein in Gebet und Segen. Und dann steht vor der Friedhofskapelle ein gedeckter Tisch, und es gibt Kaffee, Hefekranz und bunte Ostereier.

Christ ist erstanden! 

© alle Bilder dieser Seite: Frank Zisler