Gartenaktion 2019

Wir sagen DANKE!

Am Samstag, den 06. April 2019 fand unser jährlicher Gartenaktionstag statt.

Zahlreiche Eltern und ihre Kinder versammelten sich um 9 Uhr im Garten unserer KiTa. Bepackt mit Schubkarren, Rechen, Schaufel, etc.

 Es gab verschiedenste Aufgaben, wie z.B. Sand umgraben und danach mit neuem Sand auffüllen, frisches Hackschnitzel verteilen, Gebüsch stutzen , das Gartenhäuschen wurde ausgefegt und neu eingeräumt und im Krippenbereich entstand eine neue Wasserbahn für die Kleinen.

Um 11 Uhr wurde zur Vesperpause gerufen. Es gab warmen Fleischkäse von der Metzgerei Kolb und Brötchen. Gestärkt ging es danach weiter.

Wir sagen DANKE für die vielen helfenden Hände, die unseren Garten wieder in „Schuss“ gebracht haben… und natürlich auch DANKE an die Eltern, die uns mit Getränke- und Kuchenspenden versorgt haben…

Elternabend 2019

Elternabend zum Thema Ernährung.

 

In der vergangenen Woche boten wir den Eltern einen Elternabend zum Thema Ernährung an. Dieser gestalteten wir Erzieherinnen gemeinsam mit unserer Beki Ernährungsberaterin Fr.Pfaff. Dabei ging es in erster Linie nicht darum was ist gesund, was ist ungesund sondern viel mehr darum, wie erleben die Kinder eine selbstfördernde und eigenständige Esskultur in der Gemeinschaft wie z.B. im Kindergarten und in der Familie und wie entwickelt sich unser Essverhalten bzw. unser Geschmack. Wie kann also die Esskultur und die  Geschmacksentwickelung  innerhalb der Einrichtung und in der Familie unterstützt werden.

Mit anschaulichen Bildern aus dem Alltag unserer Kindertagesstätte stellten wir Erzieherinnen den Ablauf der unterschiedlichen Esssituationen dar. Damit die Eltern einen genaueren Eindruck erhielten waren die Tische eingedeckt. So konnte man einen gedeckten Frühstückstisch der Krippe und der Kigagruppe sehen, einen Mittagstisch der Krippe und der Kindergartengruppe und einen gedeckten Tisch der Nachmittagsbetreuung für den Nachmittagssnack. Jeweils eine Erzieherin aus der Krippe, aus dem Kindergartenbereich und aus der Nachmittagsgruppe berichtet an Hand der Fotos und der gedeckten Tische wie der Ablauf in den Esssituationen ist, welche Rituale, Werte und Regeln es vor und während des Essens gibt und welche durchdachte, spezifisch auf die Kinder jeden Alters abgestimmten Essutensitlien angeboten werden.

Die Krippenkinder begegnen sich am Morgen zu einem sogenannten „freien Frühstück“ am Tisch. D.h. Die Kinder bestimmen selbständig wann sie im Zeitraum von 7 bis 9 Uhr  frühstücken gehen wollen. Die Kindergartengruppe begrüßt sich dagegen jeden morgen um 9 Uhr im Morgenkreis mit einem Lied und geht anschließend gemeinsam in die Küche. In der Küche sind bereits die Tische gedeckt, um zusammen frühstücken zu können. Dabei hat jedes Kind sowohl beim Frühstück als auch beim Mittagessen für ca. 8 -12 Wochen den gleichen Frühstücks- und Mittagstisch. Das bedeutet die Kinder erleben über einen längeren Zeitraum eine kontinuierliche gleichbleibende Gemeinschaft am Tisch. Sowohl in der Krippe als auch in der Kindergartengruppe bringen die Kinder ihr Frühstück von zu Hause mit. Einmal im Monat bereiten die Erzieherinnen ein vollwertiges Frühstück (Wurst, Käse, Marmelade, Ost, Gemüse, Ei und Brötchen ) für die Kinder vor.

In der Mittagessenssituation der Krippe deckt eine Krippenerzieherin den Mittagstisch ein. Dabei bekommt jedes Kind sein eigenes Tischset. Auf diesem ist das Bild des Kindes zu sehen sowie ein Teller, ein Löffel, eine Gabel und ein Becher. Damit erkennen die Kinder ihren Platz und anschließend den Platz ihrer Essutensilien die sie benötigen. Speziell auf das Krippenalter abgestimmte Teller, Gabeln und Löffel stehen den Kindern zur Verfügung. So fällt es ihnen einfacher eine Esskultur einzuüben . So bekommen die Krippenkinder beispielsweise eine Schale, statt eines Tellers da das aufschieben des Essens auf den Löffel einfacher gelingt. Die Gabel und die Löffel sind am Griff verstärkt damit die Kinder das Besteck besser Greifen können. Doch bevor das Mittagessen beginnt singen bzw. sprechen die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern ein Gebet. Anschließend kann es los gehen, die Kinder bekommen in ihrer Schale das Mittagessen serviert, das zuvor von einer Erzieherin schon kindgerecht geschnitten wurde.Kinder die schon selbständig essen können beginnen alleine andere dagegen bekommen noch die Hilfestellung einer Erzieherin. Damit die Kinder ihren Hunger selbstfördernd bestimmen können steht den Kindern natürlich ein Nachschlag zur Verfügung. Dieser steh in einer Glasschüssel auf dem Tisch bereit, so dass die Kinder hindurchsehen können und sagen bzw. darauf deuten können von welchen essen sie noch einmal bekommen möchten.

Im Kindergartenbereich gibt es sogenannte „Tischmütter bzw. Tischväter“. Diese dürfen sich für ca. 8-12 Wochen 4-5 Kinder an den Tisch wünschen. Die Tischmütter und Tischväter decken in diesem Zeitraum täglich den Mittagstisch ein. Das bedeutet sie müssen sich im Vorfeld erkundigen welches Essen es gibt damit sie das richtige Besteck verwenden und die jeweiligen Teller auf den Tisch eindecken. Anschließend stellen sie das Trinken bereit. Nun bekommt jede Tischmutter/ Tischvater seine Glasschüsseln die mit dem jeweiligen Essen befüllt sind und bringt sie an seinen Tisch. Nun kommen schon die restlichen Kindergartenkinder dazu. Es kann gebetet werden und danach darf sich jedes Kind selbstbestimmend und selbstständig von der Menge das Essen schöpfen.

In der Nachmitttagsgruppe beginnt der Nachmittagsnack ebenfalls an einem gedeckten  Tisch. Damit die Kinder noch einmal kurz zur Ruhe kommen hören sie bewusst auf den Klang einer Klangschale. Auch eine Engelskarte, die speziell für Kinder sind, wird gezogen und nach einem singenden Gebet geht es los. Gemüse, Obst, Brot/Brötchen, Wurst, Käse, Butter oder auch mal Müsli stehen den Kindern abwechselnd zur Verfügung.

In ihrem Beitrag ging Fr. Pfaff ebenso darauf ein wie unsere Geschmacksnerven von Geburt an angelegt sind, wie sie sich entwickeln und man das Kind in dieser Entwicklung unterstützen kann damit es zu einer vollwertigen Ernährung kommt.

Dabei machte sie mit uns ein Experiment in Form einer Geschmacksprobe, um zu verdeutlichen wie einzelne Lebensmittel im rohen und gekochten Zustand auf jeden Menschen unterschiedlich wirken und wie wichtig es ist den Kindern immer wieder unterschiedliches Essen anzubieten. Denn nur so kann sich ein vielseitiger Geschmack entwickeln. So sollte beispielsweise ein Kind mind. 10 x etwas probiert haben um sich diesem Geschmack annähern zu können. 

Anhand von Aussagen (wie z.B. „Beim Essen wird nichts getrunken“, oder „iss dein Teller leer sonst regnet es morgen“...) wurde ebenfalls verdeutlicht, dass jeder von uns seine eigene Geschichte im Zusammenhang mit dem Essen hat. Auch in einem „Zeitalterspiel“ von der Kindheit bis heute wurde einem verdeutlicht wie sich das Essverhalten jedes einzelnen entwickelt bzw. verändert hat.

Zum Schluss hatte die Kita verschiedene Dips und unterschiedliches Gemüse zum Verzehr vorbereitet und der Elternabend konnte in kleinen Gesprächsrunden um den Stehtisch ausklingen.